Die 15 wichtigsten Vorteile der zweischaligen Außenwand mit Ziegel-Verblendmauerwerk

1. Unbegrenzte Lebensdauer

Ziegel werden aus natürlichen Rohstoffen, Lehm, Ton und tonigen Massen, bei Temperaturen von über 1000 °C gebrannt. Die Kraft des Feuers verwandelt die Erde zum keramischen Scherben und festigt die einzigartigen Eigenschaften des Ziegels.

Während für die übrigen Mausteine bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung meist nur eine begrenzte Nutzungsdauer Zugrunde gelegt wird, wird die Lebensdauer von Vormauerziegel und Klinker sehr hoch angesetzt und in Jahrtausenden bemessen. Versicherungen kalkulieren die Lebensdauer von Gebäuden mit 100 Jahren. Bauwerke mit Ziegelverblendmauerwerk bleiben jedoch noch lange danach standfest. Über 1000 Jahre alte Zeugen der Ziegelbaukunst gibt es in der ganzen Welt.

10. Schallschutz

Stets mindestens um 5 dB besser als bei monolithischen Wänden

Der Schallschutz in Gebäuden hat eine große Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen.

Die Schalldämmung eines Bauteils hängt in erster Linie von der flächenbezogenen Masse ab.

Zur Berechnung der flächenbezogenen Masse von Mauerwerkswänden sind in DIN 4109 Wandrohdichten in Abhängigkeit von den verwendeten Mauersteinen und der Rohdichte des Mauermörtels angegeben.

Bei zweischaligen Außenwänden nach DIN 1053-1 mit oder ohne Luftschicht darf das bewertete Schalldämm-Maß R'W,R aus der Summe der flächenbezogenen Massen beider Schalen, wie bei einschaligem Mauerwerk mit biegesteifen Wänden, ermittelt werden. Der so ermittelte Wert darf um 5 dB erhöht werden, da die Luftschicht bzw. die Dämmschicht zwischen den Schalen einen zusätzlichen Schallschutz ergibt.

Der Zuschlagwert darf sogar 8 dB betragen, wenn die flächenbezogene Masse der  auf die Innenschale der Außenwand anschließender Trennwände größer als 50% der flächenbezogenen Masse der inneren Schale der Außenwand ist.

Die oben beschriebenen Merkmale der zweischaligen Außenwand bedeuten, dass mit dieser Wandkonstruktion im Vergleich zu einschaligen Wänden stets erhebliche  bessere Schalldämmwerte zu erreichen sind.

Zweischalige Außenwände erreichen bewertete Schalldämmaße R’w von 55 bis 60 dB und darüber. 

Mit  zweischaligen Außenwänden können nicht nur die Mindestanforderungen an den Schallschutz nach DIN 4109, sondern auch die erhöhten Anforderungen nach Beiblatt 2 problemlos erfüllt werden.

2. Dauerhaft farbecht

Die Vielfalt der natürlichen Tonvorkommen, moderne Brenntechnik mit Temperaturen um 1000 °C, aber auch überlieferte Brennkunst, Tradition und Erfahrung der Ziegler begründen die Farbpalette.

Verblendziegel sind in einer erstaunlichen Farbvielfalt zu haben. Dies ist vor allem den vielen wissenschaftlichen Forschungen über Auswirkungen von Temperatur auf Ton und der Reaktion der im Rohstoff enthaltenen natürlichen Bestandteile während des Brennprozesses zu verdanken. Doch im Zusammenwirken vieler chemischer und physikalischer Einflussfaktoren beim Brennen bleibt viel Raum für Zufälle.

3. Individuelle Fassadengestaltung

Die nahezu unbegrenzte Farben- und Strukturenvielfalt der Ziegel eröffnen Architekten und Bauherren großen Spielraum zur Fassadengestaltung. 

Die optische Wirkung von Ziegelfassaden hängt weitgehend von den verwendeten Farben ab. Dunkle Steine wirken massiv und reduzieren optisch die Höhe des Gebäudes, während helle Steine den entgegengesetzten Effekt erzielen.

Die Oberflächenstrukturierung hängt in der Regel von der Art des Rohstoffs, dem Herstellungsverfahren und der Oberflächenbehandlung ab. Die Farbe eines Backsteins wird durch seine Oberflächenstruktur ergänzt.

Das Format ist Grundlage für Maßstab und Proportionen einer Ziegelfassade. Es prägt die optische Wirkung und zwingt den Architekten zur Ordnung in der Gestaltung seines Bauwerks. So wirkt beispielsweise eine aus kleinformatigen Steinen bestehende Fassade lebhaft, während große Steinformate eher ein ruhiges Fassadenbild vermitteln.

Die Fuge hat als Bindeglied der Einzelelemente konstruktive Bedeutung und spielt auch als Gestaltungsmittel eine wichtige Rolle. Mit der Wahl der Fugenstruktur und –Farbe kann das Gesamtbild der Fassade entscheidend beeinflusst werden. Eine tief zurückliegende Fuge beispielsweise verstärkt die Licht- und Schattenwirkung durch dunklen Schattenwurf. Bündig mit der Mauerwerksoberfläche ausgebildete Fugen werfen keinen Schatten, betonen aber dafür die Gesamtfläche der Wand.

4. Wertbeständig und dauerhaft wartungsfrei

Ein hoher Pflegeaufwand kost nicht nur Zeit und Geld. Er belastet auch die Umwelt. Deshalb sind Instandhaltungskosten ein wichtiges Kriterium für die Umweltfreundlichkeit einer Außenwand. Ziegelfassaden benötigen keine Putzsysteme oder Schutzanstriche gegen Pilze, Algen und Frosteinwirkungen.

Gebrannter Ton ist praktisch unverrottbar, dies beweisen uns Tontafeln, der Assyrer und in noch stärkerem Maße historische Sichtmauerwerke, denen der "saure Regen" in den letzten Jahrzehnten nichts anhaben konnte. Die Arbeitsflächen und Fußböden in chemischen Labors sind ebenso aus gebranntem Ton wie die Sohlen der Gerinne von Abwasserkanälen.

Durch ihre relativ dichte Oberfläche besitzen die Verblendziegel einen Selbstreinigungseffekt: Die in der Atmosphäre befindlichen Schmutzpartikel können nicht in die Oberfläche eindringen und werden unter Einwirkung des Regens rasch abgewaschen.

5. Hoher Wiederverkaufswert

Immobilien sind nur ein sicherer Beitrag zur Altersvorsorge, wenn Sie Ihren Wert erhalten. Häuser aus Ziegelfassaden sind dauerhaft gegen Witterungseinflüsse unempfindlich und völlig wartungsfrei.

Die solide Bausubstanz einer Ziegelfassade gewährleistet eine lange Lebensdauer. Das macht sich im Wiederverkaufswert deutlich bemerkbar. Häuser mit zweischaligem Ziegelverblendmauerwerk haben einen hohen Markt- und Imagewert, wodurch sich die Wohnungen teurer verkaufen oder vermieten lassen. Dem Käufer gegenüber besticht insbesondere das Argument der 80 jährigen Wartungsfreiheit.

Wichtig ist dann ein hoher Wiederverkaufswert. Ein Haus sollte möglichst viele Käufer ansprechen. Verkaufsfördernd sind verschleißfeste Bausubstanz, marktgerechte Architektur und familiengerechte Grundrisse.

6. Solarabsorption

Zweischalige Außenwand mit Ziegelverblendmauerwerk zeigt den höchsten solaren Absorptionsgrad

Die vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik durchgeführten experimentellen Untersuchungen zum Einfluss der Absorption von Sonnenstrahlung auf die Transmissionswärmeverluste von Außenwänden aus Ziegelmauerwerk haben ergeben, dass solare Effekte zu einer vom Strahlungsabsorptionsgrad abhängigen und vom Wärmedurchgangskoeffizienten unabhängigen Reduktion der Transmissionswärmeverluste an nichttransparenten Außenbauteilen wie Ziegelmauerwerk führen.

Simulationsberechnungen haben ergeben, dass bei Einsatz heller, d.h. verputzter einschaliger Außenwände 1,5 – 4,5 % Heizwärme durch Solarabsorption eingespart werden kann. Bei dunklen Oberflächen liegen diese Werte zwischen 2 und etwa 8 % Energieeinsparung. Dieser Bonus ist weitgehend unabhängig von der ein- oder zweischaligen Bauweise. Schwere Außenwände zeigen allerdings höhere Verbesserungsmaße als leichte Wände wie z. B. hoch gedämmte Holzständerkonstruktionen.

Die Zusammenfassung der Auswertung der Forschungsarbeiten unterschiedlicher Autoren lässt die Schlussfolgerung zu,  dass die solare Absorption auf Außenwänden zu nennenswerten Heizwärmeeinsparungen führen kann.

Bei hoch absorbierenden Oberflächen wie z. B. dunklen Vormauerziegel- und Klinkerwänden sind die höchsten Verbesserungswerte von bis zu 26% an südorientierten Wänden erreichbar. Die Reduzierung des Heizwärmebedarfs durchschnittlicher Gebäudes fällt auf Grund des geringen Anteils der Außenwände an den Gesamtverlust nur noch vermindert in Gewicht.  Etwa 2 bis 8% Heizwärmeeinsparung sind in der Praxis bei unverschatteten Fassaden möglich.

7. Phasenverschiebung

Die wärmedämmenden Eigenschaften eines Bauteils verringern den Wärmedurchgang von der warmen zur kalten Seite. So reduziert z. B. eine gute Wärmedämmung der Außenbauteile den Heizenergiebedarf eines Gebäudes. Zudem werden durch eine gute Wärmedämmung die tageszeitlich, witterungs- oder nutzungsbedingten Temperaturschwankungen geringer, was zur Verbesserung der Behaglichkeit des Raumklimas beiträgt.

Die Phasenverschiebung bewirkt, dass ein Teil der eingestrahlten Wärmemenge nach Rückgang der maximalen Außentemperatur nicht weiter nach innen vordringt, sondern wieder an die bereits abgekühlte Außenseite zurück-fließt. Daher schwanken die Temperaturen an der Außenoberfläche einer Außenwand weit mehr als an der Innenoberfläche. Als Faustregel gilt, dass ein Material Wärme um- so besser speichern kann, je schwerer es ist. Zweischalige Außenwände sind durch die Wirkung der Ziegelverblendschale nicht nur speicherfähig, sondern vor allem auch wärmedämmend.

8. Wärmeschutz

Die zweischalige Außenwand bietet neben den bereits seit Jahrzehnten bekannten bauphysikalischen Vorteilen beim Feucht- und Schallschutz auch einen hervorragenden Wärmeschutz. Durch die Variation der Baustoffstärke und –art  für die Mauersteine der tragenden Innenschale und die Wärmedämmung in der Hohlschicht kann jedes Wärmedämmniveau problemlos erreicht werden. Insofern wird die zweischalige Außenwand in den vergangenen Jahren zunehmend zur Realisierung von besonders energieeffizienten Häusern, wie z. B. Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser, 3 Liter Häuser, bevorzugt.

9. Schlagregenschutz

Ausschlaggebend für die hervorragende Widerstandsfähigkeit von zweischaligen Außenwänden gegen extreme Witterungseinflüsse an den Küstengebieten ist vor allem die Verwendung von bindemittelfreien Ziegeln in der Verblendschale. Die Verblendziegel weisen aufgrund ihrer natürlichen Rohstoffzusammensetzung besonders günstige, hygrische  Eigenschaften auf.

Ziegel besitzen die niedrigste Gleichgewichtsfeuchte unter allen Baustoffen.   (1,5 Vol.%) Dies wirkt sich auf das Schwind- und Quellverhalten von Verblendschalen positiv aus. Die Längenänderungen und Verformungen der Verblendschalen aus Ziegeln sind gegenüber anderen Baustoffen am geringsten. Dies macht sich auch in der konstruktiven Detailplanung in der Weise bemerkbar, dass der Abstand der vertikalen Dehnungsfugen in der Verblendschale deutlich größer (etwa doppelt groß) gewählt werden kann als bei anderen Mauersteinen, wie Kalksand- und Betonsteine.

Aufgrund von besonders günstigen bauphysikalischen Eigenschaften ist die zweischalige Außenwand mit Verblendmauerwerk nach DIN 4108 Teil 3 in der höchsten Beanspruchungsgruppe III bei Niederschlagsmengen von über 800 mm pro Jahr eingestuft.

9. Schlagregenschutz

Ausschlaggebend für die hervorragende Widerstandsfähigkeit von zweischaligen Außen-wänden gegen extreme Witterungseinflüsse an den Küstengebieten ist vor allem die Ver-wendung von bindemittelfreien Ziegeln in der Verblendschale. Die Verblendziegel weisen aufgrund ihrer natürlichen Rohstoffzusammensetzung besonders günstige, hygrische  Ei-genschaften auf.

Ziegel besitzen die niedrigste Gleichgewichtsfeuchte unter allen Baustoffen.   (1,5 Vol.%) Dies wirkt sich auf das Schwind- und Quellverhalten von Verblendschalen positiv aus. Die Längenänderungen und Verformungen der Verblendschalen aus Ziegeln sind gegenüber anderen Baustoffen am geringsten. Dies macht sich auch in der konstruktiven Detailplanung in der Weise bemerkbar, dass der Abstand der vertikalen Dehnungsfugen in der Verblend-schale deutlich größer (etwa doppelt groß) gewählt werden kann als bei anderen Mauerstei-nen, wie Kalksand- und Betonsteine.

Grundsätzlich haben sich unbehandelte, bindemittelhaltige Mauersteine, wie z. B.  Beton-, oder Kalksandsteine, in der Verblendschale der zweischaligen Außenwände bisher nicht als dauerhaft und wertbeständig erwiesen. Sie sind schmutzanfällig, nicht farbbeständig und bedürfen genauso wie die Putzfassaden einer regelmäßigen Wartung.

Aufgrund von besonders günstigen bauphysikalischen Eigenschaften ist die zweischalige Außenwand mit Verblendmauerwerk nach DIN 4108 Teil 3 in der höchsten Beanspru-chungsgruppe III bei Niederschlagsmengen von über 800 mm pro Jahr eingestuft.

Die Ziegelverblendschale hat eine ausgezeichnete Kapillarität und ist diffusionsoffen. Die Dif-funsionswiderstandszahl der Vormauerziegel liegt bei 5 bis 10, bei Klinker bei 50 bis100. Aufgrund der Kapillarität der Verblendschale gehört die zweischalige Wand gemäß DIN 4108-3 zu den Bauteilen, für die kein rechnerischer Tauwassernachweis erforderlich. Und dies gilt völlig unabhängig davon, ob die Wand als Kerndämmung oder mit Luftschicht und Dämmung ausgeführt wird.

Das Eindringen des Regenwassers in die Wand erfolgt im Wesentlichen durch den Staudruck des Windes und die Kapillarwirkung der Mauersteine. Als wichtigste Treibkraft für das Eindringen des Regenwassers in die Baustoffe gelten jedoch in Norddeutschland die Wind-kräfte, die das Wasser in die Poren der Baustoffoberfläche hinein pressen. Bis zur Fertigstel-lung der Verblendschale muss mit zeitweise völliger Durchfeuchtung der Innenschale ge-rechnet werden.

Baustoffe mit feinsten durchgehenden Kapillaren, wie z. B. Ziegel, besitzen dagegen eine große Kapillarleitfähigkeit, die eine rasche Austrocknung des Bauteils ermöglicht. Der Feuch-tigkeitsgehalt sinkt bei solchen Baustoffen verhältnismäßig schnell, da das Wasser aus dem Stein infolge des Kapillarsoges an die Oberfläche befördert wird und dort verdunsten kann. Aus diesem Grunde sinkt bei aus Ziegeln bestehenden Wänden die Feuchtigkeit ziemlich gleichmäßig über den ganzen Wandquerschnitt. Die Bildung eines feuchten Kerns im Innern des Mauerwerks tritt gar nicht auf.  Der Kalksandstein liegt in seinem Austrocknungsverhalten zwischen diesen beiden Baustoffen.

11. Brandschutz

Ziegel setzen keine giftigen Rauchgase frei und brennen auch nicht. Im Gegenteil, sie behindern die Brandausbreitung. Mit Ziegel schafft man die Grundvoraussetzung für maximale Sicherheit.

Bei zweischaligen Außenwänden wird nur die tragende innere Schale brandschutztechnisch beurteilt. Die äußere nichttragende Verblendschale schützt die innere Schale bei Brandbeanspruchungen von außen und darf nach DIN 4102-4, Abschnitt 4.5.2.10, wie eine Putzschicht angesetzt werden.

Für die innenseitig verputzte tragende Schale von zweischaligen Außenwänden dürfen daher die Werte für verputztes Ziegelmauerwerk angesetzt werden. Der Putz ist dabei nur auf der Raumseite, nicht aber zwischen den Schalen erforderlich.

12. Wirtschaftlichkeit

Dynamische Wirtschaftlichkeitsberechnungen (80 Jahre, 4 % Realzins) zeigen, dass zweischalige Außenwände mit Ziegelverblendmauerwerk etwa die gleichen Barwerte benötigen wie einschalige Mauerwerkswände mit WDVS; d. h. sie kosten auf lange Sicht das gleiche. Insofern ist es völlig falsch, wenn bei der Investitionskosten die späteren Instandhaltungskosten vernachlässigt werden.

Es wurde außerdem festgestellt, dass mit zunehmender Wärmedämmung ein wirtschaftlicher Vorteil für die zweischalige Wand eintritt, weil für z. B. U = 0,3 W/m2K noch nicht 10 cm zusätzliche Wärmedämmung benötigt wird.

Auch beim Primärenergiebedarf liegen die zweischaligen Wände niedriger. Nach 80 Jahren Nutzungsdauer liegen sie sogar erheblich günstiger. Mit zunehmender Wärmedämmung (U = 0,3 W/m2K) vergrößert sich der Vorsprung der zweischaligen Wände gegenüber WDVS-Wänden.

Keine andere Wandkonstruktion ist so wertbeständig und Robust. Eine zweischalige Wand mit Ziegelverblendmauerwerk ist ein Leben lang wartungs- und reparaturfrei. Die Mehrkosten für eine zweischalige Außenwand mit Ziegelverblendmauerwerk haben sich gegenüber einer Fassade mit Wärmedämmverbundsystemen spätestens dann amortisiert, wenn die Putzfassade zum ersten Mal erneuert wird.

13. Ökologie

Wer heute baut, prägt die Umwelt von morgen, ihre mögliche Schönheit und Harmonie. Er kann aber Belastungen schaffen, die sich für lange Zeit als schädigende Einflüsse auswirken können. Das Bauen ist daher so zu planen, dass unsere Welt so wenig wie möglich belastet wird.

Ökologische Aspekte: Der Rohstoff für Ziegel kommt aus dem Boden unseres Umfeldes und wird heute mit modernsten Anlagen ebenso umweltschonend und sorgsam bearbeitet.

Ziegel geben keine schädlichen Stäube, Fasern oder Gase ab. Bei späterem Abbruch des Gebäudes entstehen keine Probleme bei der Materialtrennung. Monolithische Ziegelwände lassen sich einfach entsorgen und das Ziegelmaterial ist sogar wiederverwertbar Häuser mit zweischaligem Ziegelverblendmauerwerk zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer und niedrige Unterhaltskosten aus. Auch aus ökologischer Sicht ist  dies im Vergleich zu Produkten mit kürzerer Nutzungszeit zu bevorzugen.

Die zweischalige Außenwand wird in einem ökologischen Baustoffratgeber des Landesinstitutes für Bauwesen und angewandte Bauforschung NRW als Ökologisch empfehlenswert bis sehr empfehlenswert eingestuft. Dagegen wird die Außenwand mit WDVS bei Neubauten als Ökologisch nicht empfehlenswert bewertet.

Je länger die Lebensdauer eines Hauses, desto besser für die Umwelt. Irgendwann ist es widerruflich so weit: Das Haus muss abgebrochen werden. Mineralische Baustoffe sind kein Sondermüll.

14. Unempfindlich gegen Algenbefall

Der Grund für die Verhinderung des Risikos von Algenwachstum bei Einsatz von Ziegeln als Wetterschutzschicht liegt in der größeren Wärmespeicherfähigkeit des keramischen Baustoffs, die einer Unterkühlung durch langwellige Abstrahlung entgegen wirkt. Fehlendes Wasser als Folge von  Tauwasserbildung an der Wandoberfläche vermindert das Risiko der Algenbildung.

Heute werden algenbefallene Fassadenoberflächen von Mietern und Eigentümern nicht mehr klaglos hingenommen. Ein Trend, den auch Wohnungsbaugesellschaften verzeichnen, denen die Mieter wegen unansehnlich gewordener Fassaden nicht selten davon laufen. Auch der bislang einzige Lösungsansatz, Algen und Pilze auf WDVS-Systemen zu verhindern, findet auf Grund des gewachsenen Umweltbewusstseins in der Öffentlichkeit kaum Akzeptanz: Denn die gebräuchlichste Methode bestehe darin, algizide und fungizide Wirkstoffe - also Gifte - den Putz- und Farbschichten beizumengen. Allerdings können Biozide nur dann wirksam werden, wenn sie eine gewisse Löslichkeit besitzen, da sie sonst von den Mikroorganismen nicht aufgenommen werden. Durch die notwendigen Auswaschvorgänge ist die Dauerhaftigkeit dieser Maßnahme begrenzt. Planer, aber auch bauausführende Unternehmen seien gehalten, bei Einsatz einer Vollwärmedämmung den Bauherren von vornherein auf die Gefahr bzw. das Risiko von Verunreinigungen durch Algen und Pilze hinzuweisen.

Die neuesten Erkenntnisse mit Algenbildung auf hoch wärmegedämmten Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen bestätigen die längst bekannte These, dass Bauweisen nur dann dauerhaft sind, wenn sie auf die regionalen klimatischen Beanspruchungen abgestimmt werden. Die mittlere relative Luftfeuchte in Norddeutschland von etwa 85% an 100 bis 150 Tagen im Jahr stellt äußert günstige Bedingungen für das Wachstum von Algen auf Fassaden aus Wärmedämmverbundsystemen dar. Mit der Zunahme der Algenbildung an Fassaden aus Wärmedämmverbundsystemen ist deutlich geworden, dass die Umsetzung dieser Bauweise nur bis zu einer bestimmten Dämmstärke praxistauglich ist. Es sei denn, die regelmäßigen Reinigungs- und Anstrichkosten des Putzes werden bereits bei der Planung einkalkuliert.

Die bekannt gewordenen Ergebnisse mit Algen auf Fassaden aus Wärmedämmverbundsystemen sind weiterhin ein Beleg dafür, dass es falsch ist, wenn als Kalkulationsgrundlage für die Errichtung von Neubauten nur die Herstellungskosten und nicht die anfallenden Wartungskosten zugrunde gelegt werden.

Die bei über 1000 °C gebrannten Vormauerziegel und Klinker in der Verblendschale sind weiterhin der Garant dafür, dass sich auch auf den Oberflächen von hoch wärmegedämmten zweischaligen Außenwänden keine Algen ansiedeln können.

15. Behaglichkeit

Wann man sich für ein aus zweischaligem Ziegelverblendmauerwerk bestehendes Haus entscheidet, kann sicher sein, dass ein dauerhaft behagliches und gesundes Raumklima garantiert ist. Insbesondere mit einer tragenden Innenschale aus Wärmedämmziegeln erreicht man nach der Baufertigstellung am schnellsten trockene Räume, welche als unabdingbare Voraussetzung für gesundes und behagliches Raumklima gelten. Während Ziegelverblendschalen dafür sorgen, dass die tragenden Innenschale dauerhaft vor Regeneinwirkung, Frost und Hitze geschützt ist, trägt eine tragende Innenschale aus Ziegel dazu bei, dass folgende für die Behaglichkeit des Raumklimas relevanten Eigenschaften stets erfüllt sind:

Bindemittelfrei, Gesundes Klima

Da der Baustoffe Ziegel aus natürlichen Rohstoffen, Lehm, Ton, geformt und bei Temperaturen von über 1000 ºC gebrannt wird, ist er der Garant für ein gesundes Wohnklima. Im Gegensatz dazu sind bindemittelhaltige Mauersteine, wie z. B. Kalksandstein, Porenbeton oder Beton, kalk- oder zementhaltig. Das Bindemittel bewirkt, dass die Feuchtigkeit über eine längere Zeit im Mauerstein bleibt. Insbesondere bei Porenbetonsteinen bildet sich bei einer Bauteildurchfeuchtung während der Ausführung die so genannte Kernfeuchtigkeit, deren Verdunstung aufgrund geringer Kapillarität bei Porenbetonsteinen mehrere Jahre andauern kann. Dies führt häufig dazu, dass sich auf den Innenwände im Bereich er Wärmebrücken Schimmelpilz ansiedelt.

Frei von Giften und Allergien

Wasser, Erde und Feuer. Ziegel sind reine Naturbaustoffe. Sie erhalten keine Fasern, entwickeln weder Stäube noch chemische  Substanzen ab.

Keine Schimmelgefahr

Ziegel sind stets diffusionsoffen und tragen zu einem optimalen Wasserdampfausgleich bei. Die Wandoberflächen trocknen durch die hervorragende Kapillarität sehr schnell aus, weshalb die Gefahr einer Schimmelbildung ausgeschlossen werden kann.

Elektro-Smog

Menschen empfinden den unsichtbaren Elektrosmog als eine Art Bedrohung. Zweischalige, massive Ziegelwände schützen ohne zusätzliche Maßnahmen gegen Strahlungen aus Sendemasten für Mobiltelefone und Starkstromleitungen. Die meisten zweischaligen Außenwände können aufgrund ihrer relativ breiten Wanddicke und ihres hohen Wandgewichts solche Strahlungen zu 100 % abschirmen.