Internes Schulungsseminar für die Mitgliedswerke am 05. Februar 2016 in Dötlingen

Internes Schulungsseminar 2016

Das diesjährige interne Schulungsseminar des Fachverbands Ziegelindustrie Nord für die Mitgliedswerke ist wie auch in den vergangenen Jahren auf ein großes Interesse gestoßen. Rund 90 Teilnehmer aus 16 Ziegelwerken haben die Einladung des Fachverbands für eine halbtätige Seminarveranstaltung am 05.02.2016 in Dötlingen bei Wildeshausen gefolgt. In seiner Begrüßungsrede stimmte der Verbandsvorsitzender, Hermann Berentelg, die Teilnehmer u.a. mit Verweis auf die die für das laufende Jahr prognostizierte Baugenehmigungszahlen von 300.000 auf ein gutes Geschäftsjahr ein. Die Mitgliedswerke hätten auch im Jahre 2015 überwiegend zweistellige Umsatzzuwächse von 10 % und mehr verbuchen können. Er führte weiterhin aus, dass allein die ca. 1.000.000 Flüchtlinge, die 2015 nach Deutschland kamen, zwischen 60.000 und 125.000 zusätzliche Wohnungen benötigten. Damit werde die Situation auf dem Wohnungsmarkt weiter angespannt bleiben. Inzwischen müssten die entsprechenden Prognosen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung nach oben korrigiert werden. In Folge der hohen Zuwanderung sei von einem Bedarf von mindestens 350.000 Wohnungen jährlich auszugehen. Hier müsse die Politik handeln und u.a. den sozialen Wohnungsbau stärker fördern. Darüber hinaus sei die Verdopplung der Fördermittel des Bundes an die Länder für den sozialen Wohnungsbau für die Jahre 2016 bis 2019 auf 1 Mrd. Euro ein richtiger Schritt.

Im ersten Fachvortrag informierte Dr.-Ing. Nasser Altaha die Teilnehmer über den Inhalt der neuen Fassadenbekleidungsnorm DIN 18515-1. Zudem befasste er sich anhand eines konkreten Fallbeispiels mit technischer und rechtlicher Beurteilung von Farbunterschieden bei Ziegelfassaden.

Im zweiten Vortrag informierte Herr Dipl.-Ing. Heinrich Laue, Geschäftsführer des Fertigteilwerks STB Albert GmbH, über die Herstellung und Montage von Ziegelfertigteilen im Verblendmauerwerk. Herr Laue zeigte eine Reihe von bisher realisierten, repräsentativen Gebäude mit Fertigteilen und wies darauf hin, dass die heute moderne Ziegelbauweise ohne Verwendung von Fertigteilen undenkbar sei.

Im letzten Vortrag widmete sich Herr Thomas Rosga, Regionalleiter Hochbau, SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG, den Praxisfragen rund um das Thema Einsatz von mineralischen Dämmstoffen bei zweischaligen Außenwänden. Herr Rosga wies darauf hin, dass die mineralische Dämmstoffe, Glaswolle und Steinwolle, bei zweischaligen Wänden weiterhin aufgrund der vielen Vorteile, wie Nichtbrennbarkeit, flexible Verlegung und wasserabweisender Querschnitt, bevorzugt eingesetzt werden. Marktgängig sind derzeitig die Dämmplatten mit WLG 032 und WLG 035.

Im Anschluss an die Vorträge gab es bei dem gemeinsamen Mittagessen erneut die Gelegenheit für die Teilnehmer, Gespräche mit den Referenten zu führen und aus eigener Praxiserfahrung zu berichten.

Internes Schulungsseminar 2016
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