Aufgaben

Der Fachverband Ziegelindustrie Nord wurde am 13. Februar 1876 unter dem Namen  „Verein der Oldenburger Ziegelfabrikanten“  als erster regionaler Zusammenschluss von Zieglern dieser Art gegründet. Unter den im Herzogtum Oldenburg zur damaligen Zeit vertretenen Industriezweigen gehörte der Ziegelbetrieb mit zu den verbreitetsten; es gab 190 Ziegeleien, von denen 59 im Nebengewerbe betrieben wurden. Ein großer Teil der produzierten Ziegel, vorzugsweise die Klinker, wurde nach auswärts abgesetzt. Der Zweck des Vereins mit Sitz in Oldenburg war die Förderung gemeinsamer Interessen seiner Mitglieder. Anfang 1930 gehörten der Vereinigung 50 Mitglieder an, bei insgesamt 117 Ziegeleien im Großherzogtum Oldenburg.

Die Arbeit des Fachverbandes war und ist ausgerichtet auf die Wahrung, Förderung und Vertretung der gemeinsamen Interessen mittelständischen Unternehmen der Vormauerziegel-, Klinker- und Pflasterklinkerbranche.

Ziel des Verbandes ist, eine bauphysikalisch und architektonisch anspruchsvolle Ausführung und Gestaltung von Ziegelfassaden bei Neubau und Sanierung unter Berücksichtigung aller ökologischen Aspekte zu fördern. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehört, die Vorteile und Merkmale der zweischaligen Außenwandkonstruktion mit Ziegelverblendmauerwerk in der öffentlichen Meinung, bei Planern, Verbänden und bei Entscheidungsträgern durch eine aktive Informationspolitik zu vermitteln.

Der Verband fördert die anwendungsbezogene Forschung, um neue und innovative Detaillösungen für eine bauphysikalisch optimierte Umsetzung der zweischaligen Außenwände zu entwickeln. Des Weiteren beteiligt sich der Fachverband an der Erstellung und Einführung nationaler Normen und Regelwerke.

Und schließlich erbringt der Verband im Auftrage seiner Mitglieder gezielte Leistungen zur Anwendungstechnik von Ziegelerzeugnissen in Bauteilen. Hierzu zählen die intensive Beratung von Planern und Architekten bei konkreten Baumaßnahmen zu konstruktiven, anwendungstechnischen Problemstellungen wie auch Ausführungsfragen.